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Warum authentisches Selbst? 

Im Gespräch mit Swen Heidenreich

Warum treibt mich das Thema Authentizität bzw. authentisch leben und arbeiten an?

Nach 15 Jahren in der Wirtschaft und nach nunmehr 43 Jahren auf diesem Planeten habe ich Eines klar erkannt:

Wir Menschen sind deswegen unzufrieden, gestresst oder unglücklich, weil wir nicht mehr bei uns selbst sind. 

Und auch C.G. Jung sagte schon: „Wer nach Außen blickt, träumt. Wer nach Innen schaut, erwacht.“

Wir haben so viel Druck in unserem Leben. Wir wollen es ständig allen recht machen, werden getrieben - von den Erwartungen anderer, oder auch den eigenen überzogenen Erwartungen an uns selbst. 

Die Lösung? Die ist eigentlich sehr einfach. Die Lösung haben weise Menschen auf der ganzen Welt schon seit Jahrtausenden immer wieder verkündet. Sie lautet: "Erkenne Dich selbst".

 

Was ich mit dieser Botschaft gemacht habe, ist zweierlei:

  1. Ich habe sie ergänzt: "Erkenne Dich selbst" alleine ist nicht genug. Es geht auch darum, diese Erkenntnis in das eigene Leben zu integrieren und gemäß dieser Selbst-Erkenntnis zu leben. Authentisch zu leben. Also: "Erkenne Dich selbst. Akzeptiere Dich selbst &  Sei Du selbst."

  2. Ich gebe genau dazu konkrete und umsetzbare Anleitungen - nämlich wie wir unser Selbst - unser wahres und authentisches Selbst erkennen und danach leben. Ich zeige einen Weg auf, wie wir uns selbst klarer und tiefer kennenlernen. Konkret: Ich zeige meinen Kunden wie sie ihr WARUM, WIE und WOHIN im Leben in Einklang bringen und so künftig wieder ihr Leben leben. Ein Leben das nicht nur erfolgreich, sondern auch erfüllt, glücklich und sinnvoll ist. 

 

Warum „authentisches Selbst“ und nicht einfach „Authentizität“? 

Die Literatur und einschlägige wissenschaftliche Studien reden meist von Authentizität (A.) nicht einem „authentischen Selbst“, richtig. Nun ist mein Anspruch nicht, selbst Forschung auf dem Gebiet der A. zu betreiben.

Ich bin Praktiker. Mein Bestreben ist, Menschen ganz praktisch und pragmatisch zu helfen, ins Handeln zu kommen und sich selbst zu erkennen. Die Weisheit ist Programm: „Know yourself“/“Erkenne Dich selbst“.

Wie unterstütze ich Menschen dabei am besten? Ein wichtiger Aspekt ist Klarheit und Verständlichkeit. Ein anderer, Menschen mitnehmen und begeistern zu können. Beides kann mit Sprache erreicht werden, oder eben auch nicht.

Das "Erkenne Dich selbst" ist ein Prozess. Wenn ich meinen Kunden sagen würde: "Lasst uns den „Prozess der Selbsterkenntnis“ anschauen, lockt das niemanden hinter dem Ofen hervor. Wenn ich dagegen von einer "spannenden und welt-verändernden Reise zum authentischen Selbst“ spreche, vielleicht schon. Und genau das ist es für mich auch. 

Für uns Menschen ist es einfacher, sich auf eine Reise zu einem Menschen aufzumachen – in diesem Fall zu uns selbst – statt sich auf eine Reise zu einem Zustand der Authentizität zu begeben.

Unser authentisches Selbst können wir uns eher als ein Ziel, einen konkreten Ort vorstellen. Vielleicht eine verschneite Berghütte mit einem Kamin und einem prasselnden Feuer. Oder, wenn Sie es sommerlicher mögen: ein einsamer Strand auf einer tropischen Insel. Hier bin ich nach langer Fahrt mit meinem Kajak angelangt. Nun stehe ich am Strand und blicke in den Sonnenuntergang…bin angekommen bei meinem authentischen Selbst. Fühle Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit.

Der Preis der bildhaften Sprache: wir geben Genauigkeit und Präzision auf. Der Gewinn: wir begeistern, bewegen, inspirieren. Storytelling kann das: Menschen mitnehmen. Aber genau darum geht es mir: Mehr Menschen dazu zu bewegen, ins Handeln zu kommen und endlich den eigenen inneren Überzeugungen, Wünschen, Bedürfnissen, Zielen und Stärken nachzugehen und so authentischer, achtsamer und bewusster zu leben. Für ein solches Leben („be yourself“) muss ich allerdings den ersten Schritt vor dem zweiten tun: sich selbst zu (er)kennen („know yourself“). 

 

Was genau ist das authentische Selbst? Wie sieht dieses Ziel aus?

Wir werden auf dieser Reise irgendwann merken, dass es am Ende nicht einen Zustand gibt, oder ein reines und klares Etwas; nicht mal ein Selbst als Subjekt. Wir werden erleben, dass die Reise bereits das Ziel ist, wie es so treffend heißt. 

Aber Eins nach dem Anderen. Hier einige Schlaglichter, die wir auf das authentische Selbst richten können bevor ich zu meiner eigenen Definition komme: 

1.   Unser authentisches Selbst ist mehr als nur "authentisch zu wirken". Ich sage dies deshalb, da üblicherweise Authentizität gleichgesetzt wird, mit dem, was nach außen, also für andere sichtbar ist. Das ist aber nur ein Teil unseres authentischen Selbst. Wahrscheinlich der unwichtigere. Dieser äußere Teil ist das, was man als "walking the talk" bezeichnet. Also das zu tun, was man sagt. Der eigentliche Kern unseres authentischen Selbst - aus dem unsere äußere Authentizität hervorgeht - ist ein innerer (gleichsam, sich stets wandelnder) Zustand. Ein nur für uns spürbarer Gleichklang zwischen unserer Vergangenheit (z.B. Werte, Prägungen, Antreiber, Sichtweisen...), Gegenwart (Achtsamkeit bzgl. Gedanken, Worten und Taten), und Zukunft (Wünsche, Ziele, Träume...). Wie im Orchester spielen alle zusammen und es entsteht ein wundervolles, harmonisches Lied, das uns einen tiefen inneren Frieden spüren lässt. Die Außenwirkung auf andere wird dann oft beschrieben als "Klarheit", "Gelassenheit", "Souveränität", oder dergleichen. Gerade in der heutigen Zeit des permanenten Umbruchs und Wandels ein sehr erstrebenswerter und inspirierender Zustand. 

2.   Allerdings sollte man sich das authentische Selbst nicht so sehr als Subjekt vorstellen - als etwas, das - wenn wir nur zu ihm vordringen - völlig klar, rein und unberührt ist. Wir werden von Geburt an beeinflusst, manipuliert und konditioniert. Das authentische Selbst, welches seit unserer Geburt im Entstehen und Wandel ist, ist somit ebenfalls Objekt und Gegenstand von Beeinflussung und Konditionierung. Ich sehe es ganz ähnlich wie Jesper Juul (dänischer Familientherapeut) der Authentizität als Prozess begreift: "...Es ist ganz unmöglich, sein eigenes Selbst festzuhalten und es endgültig zu definieren, denn - es fließt. Alles fließt und verändert sich! Und gerade, wenn Du mit Integrität in der Welt agierst, gerade dann veränderst du dich am meisten, weil Du kontinuierlich wächst." 

3.   Auch heißt das authentische Selbst zu kennen und zu sein nicht, sich in jeder Sekunde unseres Lebens zu offenbaren und allen immer total offen alles mitzuteilen, was in mir vorgeht. Unser authentisches Selbst ist eine "selektive Authentizität".Konkret: Ich muss nicht alles sagen, was in mir vorgeht, aber das, was ich sage, ist echt und ehrlich. Der Kommunikationspsychologe  Friedemann Schulz von Thun(9) spricht in diesem Zusammenhang von einem "Leitstern der Stimmigkeit" und meint damit, dass das Gesagte wesensgemäß und situationsgerecht sein sollte.

Für mich ist dabei von zentraler Bedeutung, dass wir stets der Ehrlichkeit verpflichtet sind - uns selbst und anderen gegenüber.

4.   Da ich auch wissenschaftlich an dieses Thema herangehe, vielleicht noch ein Blick in die entsprechende Literatur: Die Ursprünge des Begriffs der Authentizität liegen in der humanistischen Psychologie. Besonders in der Arbeit von Rogers (1961; zitiert aus (5)). Er sprach noch von „Selbst-Aktualisierung“ und „voll-funktionsfähigen Individuen“. Diese zeichnen sich durch folgende Kriterien aus: (a) offen für Erfahrungen und tolerant gegenüber Mehrdeutigkeiten; verfügen über eine akkurate Wahrnehmung, (b) sind in der Lage voll im gegenwärtigen Moment zu leben und bleiben dabei anpassungsfähig und flexibel, (c) vertrauen den eigenen inneren Erfahrungen bei der Steuerung ihres Verhaltens, (d) empfinden Wahlfreiheit bzgl. der eigenen und Handlungen und Gefühle, (e) gehen kreativ damit um, ihre starken inneren Überzeugungen an eine äußere, sich ständig im Wandel befindliche Umwelt anzupassen. Daraus leiteten sich verschiedene Definitionen von A. ab.  

Barrett-Lennard (1998) definierte A. als Konsistenz zwischen drei Ebenen: (a) den Primärerfahrungen einer Person, (b) seiner symbolischen Bedeutsamkeit und c) seines externalisierten Verhaltens bzw. Kommunikation. Folglich erlebt sich eine Person dann als authentisch, wenn einerseits das eigene Verhalten den Emotionen entspricht (Kongruenz), und andererseits das eigene physiologische Befinden, die Emotionen und Gedanken bewusst wahrgenommen werden – und wenn diese von externen Einflüssen unbehindert sind. 

Eine andere sinnvolle Definition von Kernis (2003) charakterisiert A. als ‘the unob- structed operation of one’s true, or core, self in one’s daily enterprise’ mit den vier Komponenten: Selbstwahrnehmung (awareness), unvoreingenommene Verarbeitung (unbiased processing), Handlung (action), und Beziehungsorientierung (relational orientation).

 

Meine Definition vom authentischen Selbst:

Unser authentisches Selbst ist das Erkennen, Annehmen und Leben unseres wahren Selbst. Dabei definiere ich diese Bestandteile wie folgt: 

  • Erkennen (know yourself): Wir erforschen und erkennen immer mehr alle für uns relevanten Aspekte unserer Existenz (siehe Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunfts-Perspektive

  • Annehmen (love yourself): Diese verschiedenen Aspekte integrieren wir so, dass wir sie als kongruent wahrnehmen, was zu einem Zustand innerer Harmonie führt. Gleichsam erkennen wir, dass dieser Zustand – wie jeder Zustand – veränderbar und wandelbar ist und einer kontinuierlichen Aktualisierung bedarf. Der Weg zur Selbsterkenntnis ist das eigentliche Ziel. 

  • Leben (be yourself): Unser so wahrgenommenes und angenommenes Selbst teilen wir offen und ehrlich mit der Außenwelt – auf eine angemessene und passende Weise, nach dem Motto: "Ich muss nicht alles sagen, was in mir vorgeht, aber das, was ich sage, ist echt und ehrlich."

 

 

 

Wie kommst Du eigentlich zu dem Thema "Authentizität".

Im Grunde war mein Thema schon immer: "Know Thyself" (Erkenne Dich selbst). Durch die Wirtschaft habe ich gelernt, dem noch hinzuzufügen: "Be Thyself" (Sei Du selbst). Gerade die Wirtschaftswelt würde so sehr davon profitieren, wenn es mehr authentische Führungskräfte, authentische Teams und Mitarbeiter gäbe. Das aktuelle Klima ist immer noch geprägt von Ellenbogen-Mentalität, Grabenkämpfen, starre Hierarchien, Status, Macht und dergleichen. Das ist der ideale Nährboden für Narzissten und egomane Persönlichkeiten einerseits, und Burn-Out andererseits. Meine Mission: Ich bringe Authentizität zurück in die Büros und Führungsetagen unserer Unternehmen.

Zu meinem Lebensthema, meinem "Genius" (siehe Dick Richards "Setting your Genius free") wurde Authentizität, als ich mich mit meiner eigenen Doppelmoral konfrontiert sah. In meinem Fall war es ein Film ("Hope for all"), der mir die Augen öffnete. Ich empfand es immer schon als hilfreich, mich selbst zu reflektieren. Dazu gehört auch, sich die prägenden Stationen im eigenen Leben bewusst zu machen, und vor allem die Erkenntnisse, die ich an diesen Stationen gewonnen hatte. Einige meiner Stationen und Erkenntnisse waren: Wunschkind (Liebe erfahren) -Scheidungskind (Liebe verlieren) - Auslandsjahr (Selbstständigkeit) - Schule (Selbst-Wirksamkeit) - Zivildienst im Altersheim (Was ist ein gutes Leben?) - Psychologie-Studium (Menschen verstehen lernen) - NGO Südafrika (Konflikte und Krisen als Chancen) - Vipassana Meditation (Achtsamkeit & Vergänglichkeit) - 15 Jahre als Fach- und Führungskraft in der Wirtschaft (authentisch sein, authentisch führen) - Coaching-Ausbildung (Mehr Sein, weniger Tun) - Vater sein (Demut & Wertewandel).

Meine aktuellste Station: Ab dem 01.01.2019 bin ich selbstständig mit meinem Lebens-Thema: Entdecke Dein authentisches Selbst. Meine Erkenntnisse daraus? folgen

Was ist im Wirtschaftskontext die Motivation, über Selbst-Erkenntnis zu sprechen? 

Aus der Erfahrung der letzten 15 Jahren kann ich sagen, dass besonders an zwei Stellen im Berufsleben das Thema Selbst-Findung wichtig wird: Zu Beginn einer Karriere, bevor man in das Hamsterrad einsteigt, und dann noch einmal viele Jahre später wenn der Hamster über seine Füße stolpert und dabei ist, aus dem Rad zu fallen. 

 

Zu Beginn der Karriere kreisen die Fragen oft darum, welches Studium ich wählen soll, welche Unternehmen die besten für meinen Einstieg sind usw. Typischerweise wird dann schnell nach einer Analyse der eigenen Stärken und Schwächen gefragt, um sich noch besser gegen Mitbewerber durchsetzen zu können. Was oft fehlt, ist die Bereitschaft, tiefer zu blicken. Anstatt frühzeitig - und meist rein extrinsisch motiviert - irgendeine Karriere zu starten, sollte meiner Erfahrung viel stärker darauf geachtet werden, der eigenen Berufung nachzuspüren. Falls letzteres zu diesem Zeitpunkt nicht geschieht, kommt es dann meist Jahre später dazu - oft unter weit dramatischeren Vorzeichen:

Nach Jahren im "Hamsterrad", ausgepowert und - vor allem geistig - erschöpft, bedarf es dann einer Störung im System - entweder im "Hamsterrad", z.B.  durch Jobwechsel, Firmenübernahme oder dergleichen, oder es kommt zur Störung im "Hamster" selbst - Burn-Out, Mid-Life-Crisis, Schlaflosigkeit, Scheidung....

Warum bedarf es einer solch externen oder internen Störung? 

Wie jemand einmal so schön sagte: "Von Innen sieht jedes Hamsterrad aus, wie eine Karriereleiter." Und oft ist es auch genau so: Wir machen Karriere, steigen auf, haben mehr Einfluss und Macht. Und das Hamsterrad dreht sich schneller. Und wir strampeln mehr. Und, so sagen wir uns über Jahre hinweg - und im Brustton der Überzeugung: "Wir machen das ja schließlich nicht nur für uns. Das Rad treibt ja auch Dinge an - wie ein Haus, eine Familie, Hobbies, Urlaube usw.". Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Habe ich über 15 Jahre so mitgemacht. 

Inwiefern ist das Thema "sein authentisches Selbst finden" auch gesellschaftlich relevant?

Wir sehen uns mit folgender Herausforderung konfrontiert:

Die Arbeitswelt befindet sich in einem radikalen Umbruch. Millionen Arbeitsplätze sind durch die Digitalisierung und Technologisierung allein im deutschsprachigem Raum bedroht. Um es mit einem einfachen Bild zu beschreiben:

Die See wird rauer und unberechenbarer werden, als je zuvor. Wer dann sein Boot (sein authentisches Selbst) und seine Mannschaft (sein Potenzial) nicht in- und auswendig kennt, wird untergehen. Nur Menschen - seien es Mitarbeiter, Führungskräfte, oder Privatmenschen - die ihr authentisches Selbst und ihr einzigartiges menschliches Potenzial kennen, verfügen über wichtige zukunftsrelevante Fähigkeiten, wie z.B. mentale Stabilität oder emotionale Intelligenz (Yuval Noah Harari). 

Es geht letztendlich um unsere kontinuierliche Weiterentwicklung. Eine Neu-Entdeckung und -Erfindung unseres Selbst angesichts dramatischer Veränderungen auf den Gebieten der Informations- und Bio-Technologien. Bevor ich mich allerdings neu entdecken und -erfinden kann, muss ich erst einmal wissen, was ich überhaupt verändere - sprich: Was ist mein Ausgangspunkt, meine Baseline? Die Entdeckung unseres authentischen Selbst ist deshalb kein Endpunkt, sondern ebendieser - stabile und notwendige - Ausgangspunkt meines weiteren Lebensweges in einer sich radikal verändernden Zukunft.

Genug der Worte. Zeit für Taten

Holen Sie schon mal die Wanderschuhe aus dem Keller und packen

Sie Ihren Rucksack. Es geht auf zur wohl spannendsten und lohnenswertesten Reise 

Ihres Lebens: Der Reise zu Ihrem authentischen Selbst. 

 

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Gesprächstermin. Ich freue mich auf Ihren Anruf.   

 
Die Reise zu authentischen Selbst